Messung von Lärm und raumakustischen Kenngrößen

Frequenzanalysen

Frequenzanalysen bieten die Möglichkeit Informationen über die Zusammensetzung von Geräuschen zu gewinnen. Hierbei werden Oktav-, Terz- und Schmalbandanalysen unterschieden. Üblich ist die Oktavbandanalyse bei der sich zwei „benachbarte“ Frequenzen jeweils um den Faktor „2“ unterscheiden. Bei einer solchen Analyse besteht die Unterteilung des Frequenzbereiches des hörbaren Schalls von 16 bis 16.000 Hz aus 10 Oktaven, deren Mittenfrequenzen in der DIN EN ISO 266 wie folgt definiert sind:

  • 16
  • 31,5
  • 63
  • 125
  • 250
  • 500
  • 1000
  • 2000
  • 4000
  • 8000
  • 16000

Gängige Messgeräte bieten die Möglichkeit, gezielt eine Frequenzanalyse durchzuführen. Im Ergebnis erhält man hierbei eine Darstellung der jeweiligen Pegelstärken über das Frequenzspektrum.

Dargestellt sind im Folgenden die jeweiligen Frequenzspektren eines Kompressors und eines Turbinenbohrers. Während der Kompressor stärker im tieffrequenten Bereich Schall abstrahlt, liegt die Abstrahlung des Turbinenbohrers eher im höherfrequenten Bereich.

Frequenzanalyse – Beispiel Kompressor

Quelle: BGHM (in Anlehnung an DGUV Information 209-023)

Frequenzanalyse – Beispiel Turbinenbohrer

Quelle: BGHM (in Anlehnung an DGUV Information 209-023)

Frequenzanalysen dienen insbesondere:

  • der gezielten Lärmminderung an einzelnen Bauteilen von Maschinen,
  • der gezielten Auswahl von Gehörschutz,
  • der Beurteilung raumakustischer Verhältnisse (Schallabsorptionsgrad!).