Schutzmaßnahmen

Technische Schutzmaßnahmen

Technische Schutzmaßnahmen sind physische oder mechanische Lösungen, die eingesetzt werden, um die Gefährdung von Gefahrstoffen zu minimieren oder zu verhindern. Diese Maßnahmen werden direkt an der Gefahrenquelle umgesetzt und sind somit besonders effektiv, da sie die Exposition gegenüber Gefahrstoffen bereits an ihrem Entstehungsort verringern oder verhindern. Die technischen Schutzmaßnahmen werden in der Hierarchie des STOP-Prinzips an zweiter Stelle betrachtet.

Beispiele für technische Schutzmaßnahmen im Umgang mit Gefahrstoffen sind: 

  • Verwendung geschlossener Systeme, um den Kontakt mit Gefahrstoffen zu vermeiden
  • Abdichtung von Maschinen und Anlagen, um das Austreten von Gefahrstoffen zu verhindern
  • Installation von Absaugvorrichtungen oder lokalen Abluftanlagen, die Gefahrstoffe direkt an der Quelle erfassen und entfernen
  • allgemeine Raumlüftung, um die Konzentration von Gefahrstoffen in der Atemluft zu reduzieren
  • Einsatz von Robotern oder automatisierten Systemen, um den direkten Kontakt von Mitarbeitern mit Gefahrstoffen zu vermeiden
  • Fernbedienung von Anlagen und Prozessen, um die Anwesenheit von Mitarbeitern in gefährlichen Bereichen zu minimieren
  • Installation von Not-Aus-Schaltern und Überdruckventilen
  • Verwendung von Sensoren und Alarmsystemen, die vor dem Austreten von Gefahrstoffen warnen

Mehr Informationen zu den technischen Schutzmaßnahmen finden Sie in Abschnitt 5.3 der TRGS 500.

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